Honigqualität

Die Welt des Honigs ist vielfältig – der Handel bietet unzählige Sorten und Arten. Lesen Sie hier, wie diese Vielfalt gekennzeichnet wird und worauf Sie beim Honigkauf achten können.
Sie stehen vor dem Honigregal und können sich nicht entscheiden? Kein Wunder bei dem vielfältigen Honigangebot. Da gibt es zum Beispiel südamerikanischen Wildblüten-Honig, Bio-Land-Honig, Imkerhonig, Echten Deutschen Honig, Sommerblütenhonig, Rapshonig und Fairtrade-Imker-Honig. Für welchen Honig soll man sich da entscheiden?

Hilfreich kann hier etwas Know-how über die Honig-Kennzeichnung sein. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie dabei achten können und was die Angaben auf dem Honig-Etikett bedeuten.

Kennzeichnung

Wer seinen Honig direkt beim/bei der Imker oder Abfüller kauft, erhält alle wichtigen Informationen über den Honig aus erster Hand. Beim Einkauf von Honig im Supermarkt oder im Lebensmittelfachgeschäft müssen Sie sich mit den Informationen auf dem Honig-Etikett begnügen. Da steht zwar oft viel drauf, aber welche Informationen zählen hier?

Während die Vorderseite der Honig-Verpackung eher mit werbenden Hinweisen und Bildern versehen ist, sind wichtige Verbraucherinformationen meist auf der Rückseite zu finden. Dort finden Sie die wichtigsten, gesetzlich vorgeschriebenen Pflichtangaben zu Honig.

Eben den Pflichtangaben finden sich oft freiwillige Angaben zum Honig, wie Geschmack, Konsistenz, Zertifizierungen oder besondere Qualitätsmerkmale.

Pflichtangaben auf dem Honig-Etikett

  • Bezeichnung des Honigs
  • Name oder Firma und Anschrift des Herstellers, Verpackers oder eines in der EU niedergelassenen Importeurs
  • Nettofüllmenge
  • Ursprungsland
  • Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD)
  • Loskennzeichnung = Chargennummer zur Rückverfolgbarkeit (entfällt bei taggenauem MHD)
  • Anweisung für die Aufbewahrung (z. B.: „Lagerung: trocken, kühl, dunkel“)
  • Das Ursprungsland des Honigs

Das Ursprungsland oder die Ursprungsländer,

in denen der Honig erzeugt wurde, müssen auf dem Etikett angegeben werden. Bei mehr als einem Ursprungsland kann stattdessen eine der folgenden Angaben gemacht werden:

  • „Mischung von Honig aus EU-Ländern“
  • „Mischung von Honig aus Nicht-EU-Ländern“
  • „Mischung von Honig aus EU-Ländern und Nicht-EU-Ländern“

Da Deutschland drei Mal mehr Honig importiert, als es erzeugt, sieht man die drei oben genannten Bezeichnungen hierzulande auf vielen Honiggläsern im Handel.

Die wichtigsten Herkunftsländer deutscher Honigimporte sind Mexiko, gefolgt von Argentinien und der Ukraine.

Bestimmungen des Deutschen Imkerbundes

Die Qualitätsansprüche des Deutschen Imkerbundes mit dem bekannten Marken Glas geht über die Bestimmungen der deutschen Honigverordnung hinaus.

Blütenbildung

Bei festen Honigen mit sehr geringen Wassergehalt kann es nach einiger Zeit zu Blütenbildung im Glas kommen.
Durch die fortscheitende Kristallisation wird das Volumen des Honigs ein wenig kleiner. Fester Honig kann nicht fliesen. Deswegen kommt es zu Einschlüssen von Luft zwischen Glas und Honig. Diese sehen wir als Blüten und sie sind kein Qualitätsmangel.