Honigarten

Honig lässt sich anhand seiner Ausgangsstoffe, nach der Art seiner Gewinnung oder nach seiner Zusammensetzung unterscheiden:

Blütenhonige: Blütenhonige, auch Nektarhonige, wie Linden-, Akazien-, Heide-, Raps- oder Kleehonig, stammen überwiegend aus dem Nektar von Blüten. Die Benennung nach einer Pflanzenart darf nur dann erfolgen, wenn der betreffende Honig vollständig oder überwiegend den genannten Blüten oder Pflanzen entstammt und entsprechende sensorische, physikalische und mikroskopische Merkmale aufweist. Blütenhonig besitzt meist eine helle Färbung, Heidehonig ist gelb bis braun. Blütenhonige sind etwas süßer als Honigtauhonige. In der Regel kristallisieren sie auch etwas schneller aus.

Honigtauhonige: Honigtauhonige wie Wald-, Tannen-, Blatt- oder Fichtenhonig bestehen überwiegend aus anderen Pflanzensekreten als Nektar oder aus Insektensekreten, die sich auf Pflanzen befinden. Ihre Farbe kann von hellbraun oder grünlichbraun bis zu fast schwarz reichen.

Wabenhonig: Wabenhonig, auch Scheibenhonig, befindet sich noch in den von Bienen frisch gebauten und gedeckelten, brutfreien Waben. Die Waben kommen portionsweise in den Handel. Die Ware ist selten und teuer, weist jedoch den höchsten Grad an Naturbelassenheit auf.

Honig mit Wabenteilen: Honig mit Wabenteilen ist Honig, der ein oder mehrere Stücke Wabenhonig enthält.

Tropfhonig: Tropfhonig wird durch Austropfen aus entdeckelten, brutfreien Waben gewonnen.

Schleuderhonig: Schleuderhonig ist die am häufigsten angebotene Honigart. Er wird durch Zentrifugieren, also Schleudern, der entdeckelten, brutfreien Waben hergestellt und dabei nicht erwärmt.

Presshonig: Presshonig wird durch Auspressen der brutfreien Waben ohne oder nur mit geringer Erwärmung auf höchstens 45 Grad Celsius gewonnen. Dieser Honig ist eine Spezialität der Korbimker in der Lüneburger Heide. Aufgrund des erhöhten Pollen- und Wassergehaltes ist Presshonig weniger haltbar als Schleuderhonig.

Gefilterter Honig: Gefiltertem Honig werden mit Hilfe feinporiger Filter Fremdbestandteile und auch Pollen entzogen. Auf diese Weise wird der Honig fließfähiger, seine Kristallisation wird unterbunden. So kann er gut in tubenartigen Spendern abgepackt werden.

Backhonig: Backhonig, auch Industriehonig, ist zwar genießbarer, jedoch kein vollwertiger Honig. Er ist für industrielle Zwecke oder als Zutat für andere Lebensmittel, die anschließend verarbeitet werden, geeignet. Die Qualitätsanforderungen an Backhonig sind vergleichsweise gering. So darf er einen artfremden Geschmack oder Geruch aufweisen, in Gärung übergangen oder überhitzt worden sein.

Stand: 16.11.2022 / Autor*innen: Gesa Maschkowski, BLE; Rüdiger Lobitz, Bonn; Dr. Christina Rempe, © BLE 2023   

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